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Frühstückstreffen – Christliche Wertevermittlung in der Familie PDF Drucken E-Mail
Dorfleben
Sontag, 17. Januar 2010 16:54

Auf besonderen Wunsch fand das Frühstücktreffen im November ausnahmsweise an einem Samstag statt, um möglichst viele junge Familien mit dem Thema anzusprechen. Aber offensichtlich war der Termin nicht günstig gewählt, denn der Vortrag von Jutta Endresz-Nuding wurde trotz der Aktualität des Themas gerade für junge Familie, von diesen kaum besucht.

Mit Jutta Endresz-Nuding hatten die Veranstalter die ideale Referentin für dieses Thema gefunden, selbst Mutter von drei Kindern, ausgebildet als Religionspädagogin und im Schuldienst tätig, kennt sie die tagtäglichen kleinen und großen Konflikte in den Familien. Häufig fragen sich die Eltern, was ist richtig? Was ist falsch? Darf ich mal aus der Haut fahren? Darf ich meinem Kind dieses oder jenes erlauben oder verbieten? Und daran schließt sich die Frage an: Woher kommen eigentlich die Maßstäbe für Entscheidungen? Anhand von acht Schwerpunkten konnte Jutta Endresz-Nuding den Zuhörern zeigen, wie sie sich in ihren Entscheidungen an ihrem Glauben und ihrer Religion leiten lassen können.

  1. Vertrauen erfahren: Das christliche Menschenbild ist für Christen Ausgangspunkt und Mitte, darum vertrauen wir auf Gott.
  2. Selbständigkeit erlernen: Gott nimmt mich ohne Bedingung an, dadurch bin ich frei zur Selbständigkeit.
  3. Mit Konflikten umgehen können: Weil mir von Gott vergeben wird, werden ich zu Neubeginn ermutigt durch Vergebung.
  4. Verantwortlichkeit lernen: Weil mich Gott schätzt und achtet, kann ich auch mit anderen so umgehen.
  5. Neugier pflegen: Die Neugier ist die eigentliche Quelle der Bildung, mit ihr entdecke ich den Sinn der Schöpfung.
  6. Mit Geheimnissen leben: Kinder brauchen Geheimnisse, z.B. Gott, der unergründlich ist.
  7. Der Phantasie Raum geben: Die Kinder phantasieren lassen, sowie die Schöpfung an deren Phantasie wir Anteil nehmen.
  8. Hoffnung in sich tragen: Ich habe erfahren, dass sich alles verändert, und vertraue darauf, dass alles für mich zum Besten wird.

Alle Personen, die in die Erziehung der Kinder involviert sind, müssen sich zunächst fragen, so Jutta Endresz-Nuding, was sie an religiöser Tradition in die Erziehung einbringen können, wo sie für ihre Aufgabe Kraft tanken können. Da sei der Zweifel an den christlichen Traditionen durchaus erlaubt. Kinder kommen häufig mit der Frage: „Warum lässt das Gott zu?“ und können dies nicht nachvollziehen. Die Eltern seien hier gefordert, so Jutta Endresz-Nuding, alles zu hinterfragen. Sie müssen Anregungen geben zum Nachdenken, wenn Kinder beim täglichen gemeinsamen Essen oder bei anderen Gelegenheiten vom eigenen Erleben erzählen, denn Eltern sind wie ein Spiegel für ihre Kinder, in denen sich ihre Fragen wiederspiegeln und sie Anregungen finden für die Antworten.

Die Referentin gab ihren Zuhörern sehr viel Raum, um sich auszutauschen und viele Fragen zustellen, sodass jeder mit vielen Anregungen für seine Erziehungsaufgabe, sei als Eltern oder sei es als Großeltern, nach Hause ging. HSP


 

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